Treuhänder-Glossar: Schweizer Finanzwesen, Steuern & mehr
1. Finanz- und Rechnungswesen
Aktiven
Die Aktiven umfassen sämtliche Vermögenswerte eines Unternehmens und werden auf der linken Seite der Bilanz ausgewiesen. Sie unterteilen sich primär in das Umlaufvermögen, welches kurzfristig liquide ist, und das Anlagevermögen, welches dem Betrieb langfristig dient. In der Buchhaltung spiegeln sie die Verwendung der bereitgestellten Mittel wider.
Abschreibungen
Abschreibungen bilden die wertmässige Wertminderung von Anlagegütern ab, die durch Nutzung, Alterung oder technischen Fortschritt entsteht. Sie werden als Aufwand in der Erfolgsrechnung verbucht und reduzieren gleichzeitig den Buchwert des entsprechenden Aktivums in der Bilanz. In der Schweiz lässt das Obligationenrecht Spielraum für steuerlich motivierte Abschreibungen.
Anlagevermögen
Hierzu gehören alle Vermögensteile, die dazu bestimmt sind, dem Unternehmen dauerhaft für die Geschäftstätigkeit zur Verfügung zu stehen. Dies umfasst materielle Güter wie Immobilien und Maschinen, aber auch immaterielle Werte wie Patente oder langfristige Finanzanlagen. Die Bewertung erfolgt in der Regel zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen.
Anhang zur Jahresrechnung
Der Anhang ist ein integraler Bestandteil der Jahresrechnung und dient der Ergänzung sowie Erläuterung der Bilanz und Erfolgsrechnung. Er enthält gesetzlich vorgeschriebene Angaben wie die angewandten Bewertungsgrundsätze, den Nettoauflösungsbetrag von stillen Reserven sowie Angaben zu Eventualverbindlichkeiten. Ziel ist es, Dritten ein zuverlässiges Urteil über die wirtschaftliche Lage zu ermöglichen.
Bilanz
Die Bilanz ist eine stichtagsbezogene Gegenüberstellung von Aktiven (Vermögen) und Passiven (Kapital). Sie gibt Auskunft über die Herkunft und Verwendung der Mittel eines Unternehmens zu einem exakten Zeitpunkt, meist dem 31. Dezember. Sie muss nach den Grundsätzen ordnungsmässiger Rechnungslegung klar, vollständig und übersichtlich gegliedert sein.
Buchungssatz
Ein Buchungssatz ist die formale Anweisung, wie ein Geschäftsvorfall in den Konten der Buchhaltung zu erfassen ist. Er legt fest, welcher Betrag auf welchem Konto im Soll und auf welchem Konto im Haben verbucht wird. Jeder Buchungssatz muss auf einem Beleg basieren, gemäss dem Grundsatz: "Keine Buchung ohne Beleg".
Cashflow
Der Cashflow oder Geldfluss gibt an, wie viel liquide Mittel ein Unternehmen innerhalb einer Periode aus eigener Kraft generiert hat. Er berechnet sich aus der Differenz zwischen geldwirksamen Erträgen und geldwirksamen Aufwendungen. Ein positiver Cashflow ist entscheidend für die Innenfinanzierung, Schuldentilgung und Ausschüttung von Dividenden.
Doppelte Buchhaltung
Dieses System erfasst jeden Geschäftsvorfall zweifach: einmal auf einem Konto im Soll und einmal auf einem anderen Konto im Haben. Dadurch wird nicht nur der Erfolg (Gewinn/Verlust) in der Erfolgsrechnung ermittelt, sondern gleichzeitig die Veränderung des Vermögens in der Bilanz abgebildet. Es ist die gesetzlich vorgeschriebene Methode für die meisten Schweizer Unternehmen im Rahmen unserer Dienstleistungen im Rechnungswesen.
Eigenkapital
Das Eigenkapital stellt den Teil des Kapitals dar, der den Eigentümern des Unternehmens gehört und langfristig zur Verfügung steht. Es berechnet sich als Restgrösse aus der Differenz zwischen den gesamten Aktiven und dem Fremdkapital. In der Bilanz umfasst es unter anderem das Aktien- oder Stammkapital sowie die erwirtschafteten Reserven und Gewinnvorträge.
Erfolgsrechnung
Die Erfolgsrechnung stellt die Erträge und Aufwendungen einer Rechnungsperiode (meist ein Geschäftsjahr) gegenüber. Sie zeigt auf, ob das Unternehmen einen Gewinn oder einen Verlust erzielt hat und wie dieser zustande gekommen ist. Sie dient als Basis für die Steuerveranlagung und die Beurteilung der operativen Leistungsfähigkeit.
Fremdkapital
Fremdkapital umfasst alle Verbindlichkeiten gegenüber Dritten, die dem Unternehmen für eine begrenzte Zeit zur Verfügung gestellt wurden. Es wird nach seiner Fälligkeit in kurzfristiges (Zahlung innerhalb eines Jahres) und langfristiges Fremdkapital unterteilt. Beispiele hierfür sind Lieferantenrechnungen, Bankdarlehen oder Hypotheken.
Geldflussrechnung
Die Geldflussrechnung ist die dritte Säule der Jahresrechnung neben Bilanz und Erfolgsrechnung. Sie zeigt detailliert auf, woher die liquiden Mittel zugeflossen sind und wofür sie verwendet wurden, gegliedert nach Betriebstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Sie ist für grössere Unternehmen sowie nach Standards wie Swiss GAAP FER obligatorisch.
Habensaldo
Ein Habensaldo entsteht, wenn die Summe der Buchungen auf der Habenseite (rechts) eines Kontos grösser ist als die Summe auf der Sollseite (links). In der Bilanz weisen Passivkonten bei normalem Geschäftsverlauf einen Habensaldo auf. Der Saldo wird zum Abschluss der Periode auf das entsprechende Abschlusskonto übertragen.
Inventar
Das Inventar ist ein detailliertes Verzeichnis aller Vermögenswerte und Schulden, das durch eine körperliche Bestandsaufnahme (Inventur) erstellt wird. Es führt die Mengen und Werte jedes einzelnen Postens zum Bilanzstichtag auf. Das Inventar bildet die Grundlage für die korrekte Bewertung der Vorräte und des Anlagevermögens in der Bilanz.
Kontenrahmen KMU
Der Schweizer Kontenrahmen für KMU ist eine standardisierte Struktur zur Gliederung von Konten in der Buchhaltung. Er sorgt für eine einheitliche Erfassung von Geschäftsfällen und erleichtert den Vergleich zwischen verschiedenen Unternehmen sowie die Erstellung der Steuererklärung. Er ist in Kontenklassen, Gruppen und Einzelkonten unterteilt.
Kreditoren
Unter Kreditoren versteht man kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Lieferanten. Die Kreditorenbuchhaltung verwaltet offene Rechnungen, überwacht Zahlungstermine und stellt sicher, dass Skonti genutzt werden können. Sie ist ein wesentlicher Teil der Nebenbuchhaltung im Finanzwesen.
Liquidität
Die Liquidität bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, seine fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht erfüllen zu können. Man unterscheidet verschiedene Grade, um die Deckung der kurzfristigen Schulden zu messen. Ein Mangel an Liquidität ist ein zentrales Thema im operativen Controlling.
Nebenbuchhaltung
Nebenbuchhaltungen sind detaillierte Ergänzungen zum Hauptbuch, die spezifische Bereiche wie Debitoren, Kreditoren oder das Lager verwalten. Die Summen dieser Nebenbücher werden periodisch ins Hauptbuch übertragen. Sie ermöglichen eine präzise Kontrolle einzelner Posten.
Passiven
Die Passiven bilden die rechte Seite der Bilanz ab und zeigen, wie die Aktiven finanziert wurden (Mittelherkunft). Sie gliedern sich in Fremdkapital und Eigenkapital. Die Reihenfolge der Gliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Rückzahlung bzw. der Verfügbarkeit.
Rechnungslegung nach OR
Dies bezieht sich auf die gesetzlichen Vorschriften im Schweizer Obligationenrecht (Art. 957 ff. OR), welche die Mindestanforderungen an die Buchführung regeln. Diese Vorschriften sind stark vom Vorsichtsprinzip geprägt. Wir unterstützen Sie bei der korrekten Rechnungslegung für KMU.
Revisionsstelle
Die Revisionsstelle ist ein unabhängiges Organ, das die Jahresrechnung eines Unternehmens prüft und gegenüber der Generalversammlung Bericht erstattet. Man unterscheidet zwischen der ordentlichen Revision und der eingeschränkten Revision. Die Revision ist ein Kernbestandteil unserer Wirtschaftsprüfung.
Sollsaldo
Ein Sollsaldo liegt vor, wenn die Sollseite eines Kontos die Habenseite übersteigt. Dies ist der typische Zustand für Aktivkonten wie Kasse, Bank oder Debitoren sowie für Aufwandkonten.
Stille Reserven
Stille Reserven entstehen durch eine Unterbewertung von Aktiven oder eine Überbewertung von Passiven innerhalb der gesetzlichen Grenzen des OR. Sie dienen der Stärkung des Unternehmens in Krisenzeiten. Die Nettoauflösung solcher Reserven muss im Anhang zur Jahresrechnung offengelegt werden.
Swiss GAAP FER
Die "Fachempfehlungen zur Rechnungslegung" sind ein Schweizer Standard, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanzlage (True and Fair View) anstrebt. Viele grössere KMU und Non-Profit-Organisationen wenden diesen Standard freiwillig im Rahmen ihres Finanzwesens an.
Umlaufvermögen
Zum Umlaufvermögen gehören alle Aktiven, die innerhalb eines Jahres verbraucht, verkauft oder in flüssige Mittel umgewandelt werden sollen. Dazu zählen Kasse, Bankguthaben, Forderungen sowie Vorräte. Eine hohe Liquidität im Umlaufvermögen sichert die operative Zahlungsbereitschaft.
2. Lohnbuchhaltung & Sozialversicherungen
AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung)
Die AHV bildet die erste Säule des Schweizer Vorsorgesystems und dient der Sicherung des Existenzbedarfs im Alter oder bei Tod. Sie funktioniert nach dem Umlageverfahren, wobei die heutige Erwerbsgeneration die Renten finanziert. Die Beiträge werden paritätisch geleistet und in der Lohnbuchhaltung korrekt abgerechnet.
ALV (Arbeitslosenversicherung)
Die ALV gewährt Leistungen bei Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, witterungsbedingten Arbeitsausfällen sowie bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers. Beiträge sind für alle Arbeitnehmenden obligatorisch. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Absicherung, die wir in unserer Lohnadministration verwalten.
Arbeitsbestätigung
Eine Arbeitsbestätigung ist eine reduzierte Form des Arbeitszeugnisses, die sich auf Angaben zur Identität des Arbeitnehmers sowie zur Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses beschränkt. Sie enthält keine Bewertungen über Leistung oder Verhalten.
Arbeitszeugnis
Das Arbeitszeugnis gibt Auskunft über Art und Dauer der Tätigkeit sowie über die Leistung und das Verhalten des Arbeitnehmers. Es muss wahrheitsgetreu und wohlwollend formuliert sein. Gerne unterstützen wir Sie hierbei im Rahmen unserer Rechtsberatung.
Arbeitgeberbeiträge
Dies sind die Kostenanteile an den Sozialversicherungen, die der Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttolohn direkt finanziert. Dazu gehören Anteile an AHV/IV/EO, ALV und Pensionskasse. Diese Lohnnebenkosten müssen bei der Budgetierung von Personalstellen in der Lohnadministration zwingend berücksichtigt werden.
BVG (Berufliche Vorsorge)
Das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge regelt die zweite Säule, die gemeinsam mit der AHV die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung ermöglichen soll. Der Beitritt zur Pensionskasse ist obligatorisch. Dies ist ein wichtiger Punkt für die langfristige Vorsorgeplanung.
Bruttolohn
Der Bruttolohn ist das vertraglich vereinbarte Entgelt vor Abzug der Sozialversicherungsbeiträge und Steuern. Er bildet die Basis für die Berechnung fast aller Sozialversicherungsabzüge, die wir für Sie in der Lohnbuchhaltung erfassen.
Eintrittsschwelle
Die Eintrittsschwelle definiert den minimalen Jahreslohn, den ein Arbeitnehmer erzielen muss, um obligatorisch in der beruflichen Vorsorge (Pensionskasse) versichert zu sein. Sie orientiert sich an der maximalen AHV-Rente.
ELM (Einheitliches Lohnmeldeverfahren)
ELM ist ein digitaler Standard, der es ermöglicht, Lohndaten verschlüsselt aus der Lohnbuchhaltung direkt an Versicherungen oder Ämter zu übermitteln. Die Treuhand Suisse AG nutzt diesen Standard für eine effiziente Abwicklung der Mandate im Bereich Lohnbuchhaltung.
EO (Erwerbsersatzordnung)
Die EO entschädigt den Verdienstausfall von Personen, die Militärdienst leisten oder bei Mutterschaft, Vaterschaft sowie bei Betreuungsurlaub. Die Beiträge werden zusammen mit der AHV erhoben.
Familienzulagen
Familienzulagen dienen dem teilweisen Ausgleich der Kosten, die durch Kinder entstehen. Sie werden über Familienausgleichskassen finanziert, wobei die Beitragspflicht je nach Kanton variieren kann. Wir wickeln diese Ansprüche in unserer Lohnadministration für Sie ab.
GAV (Gesamtarbeitsvertrag)
Ein GAV ist eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, die Mindeststandards für Arbeitsbedingungen festlegt. Er regelt Aspekte wie Mindestlöhne und Arbeitszeiten. Viele GAVs sind allgemeinverbindlich erklärt – wir beraten Sie hierzu in unserer Rechtsberatung.
IV (Invalidenversicherung)
Die IV hat zum Ziel, die Erwerbsfähigkeit von Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Eingliederungsmassnahmen wiederherzustellen oder zu erhalten. Sie ist wie die AHV ein obligatorischer Bestandteil der ersten Säule.
Koordinationsabzug
Der Koordinationsabzug ist ein fester Betrag, der vom Bruttolohn abgezogen wird, um den "versicherten Lohn" in der Pensionskasse (BVG) zu bestimmen. Dadurch werden Doppelversicherungen vermieden.
KTG (Krankentaggeldversicherung)
Die KTG-Versicherung sichert den Lohnfortzahlungsausfall bei Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit ab. Sie schützt sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer vor den finanziellen Folgen längerer Krankheitsphasen.
Lohnadministration
Die Lohnadministration umfasst alle operativen Aufgaben rund um das Personalwesen, von der Erfassung der Arbeitsstunden bis zum Versand der Lohnabrechnungen. Eine präzise Lohnadministration ist die Voraussetzung für die Zufriedenheit der Mitarbeitenden.
Lohnausweis
Der Lohnausweis ist ein amtliches Formular, das der Arbeitgeber Ende Jahr erstellen muss. Er dient als Basis für die private Steuererklärung des Arbeitnehmers und weist alle Lohnbestandteile aus.
Nettolohn
Der Nettolohn ist der Betrag, der nach Abzug aller Sozialversicherungsbeiträge vom Bruttolohn übrig bleibt. Dies ist die Summe, die effektiv ausbezahlt wird. Wir stellen die korrekte Ermittlung in der Lohnbuchhaltung sicher.
Paritätische Finanzierung
Paritätisch bedeutet, dass die Beiträge zu den Sozialversicherungen zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen werden. Dieses Prinzip unterstreicht die gemeinsame Verantwortung für die soziale Sicherheit.
Quellensteuer
Die Quellensteuer wird direkt vom Lohn bei ausländischen Arbeitnehmenden ohne Niederlassungsbewilligung abgezogen. Der Arbeitgeber ist verantwortlich für die korrekte Berechnung und Überweisung an das kantonale Steueramt. Dies ist Teil unserer spezialisierten Lohnadministration.
Säule 3a
Die Säule 3a ist die gebundene private Vorsorge, die vom Staat durch steuerliche Abzugsmöglichkeit der Beiträge gefördert wird. Sie ist eine wichtige Ergänzung zur ersten und zweiten Säule im Rahmen unserer Vorsorgeberatung.
Spesenreglement
Ein Spesenreglement definiert, welche Auslagen der Arbeitnehmer zurückerstattet bekommt. Ein von der Steuerbehörde genehmigtes Reglement vereinfacht die Deklaration im Lohnausweis erheblich. Gerne erstellen wir dieses für Sie in unserer Steuerberatung.
UVG (Unfallversicherung)
Das Unfallversicherungsgesetz schreibt vor, dass alle Arbeitnehmenden obligatorisch gegen Unfälle versichert sein müssen. Die Berufs- (BU) und Nichtberufsunfallversicherung (NBU) decken Heilungskosten sowie Taggelder ab.
3. Steuerberatung & Fiskalwesen
Beteiligungsabzug
Der Beteiligungsabzug ist eine Steuererleichterung für Kapitalgesellschaften, um eine Mehrfachbesteuerung von Gewinnen innerhalb eines Konzerns zu vermeiden. Er bewirkt eine Reduktion der Gewinnsteuer. Voraussetzung ist eine qualifizierte Beteiligung – wir beraten Sie hierzu in unserer Steuerberatung.
Direkte Bundessteuer
Dies ist eine Steuer, die der Bund auf das Einkommen natürlicher Personen und den Reingewinn juristischer Personen erhebt. Sie wird durch die Kantone im Auftrag des Bundes veranlagt. Die Sätze sind schweizweit einheitlich. Wir unterstützen Sie hierbei im Rahmen unserer umfassenden Steuerberatung.
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
DBA sind völkerrechtliche Verträge zwischen der Schweiz und anderen Staaten, die regeln, welches Land das Besteuerungsrecht hat. Sie verhindern, dass dasselbe Einkommen in beiden Ländern voll besteuert wird. Für international tätige Unternehmen ist dies ein Schwerpunkt unserer Steuerberatung.
Einsprache
Gegen eine Steuerveranlagung kann innerhalb einer Frist Einsprache erhoben werden. Dies ist das erste Rechtsmittel, um Korrekturen an der Veranlagung zu verlangen. Die Einsprache muss schriftlich begründet werden und führt zu einer erneuten Überprüfung.
Fristerstreckung
Sollte die Einreichung der Steuererklärung innerhalb der ordentlichen Frist nicht möglich sein, kann ein Gesuch um Fristerstreckung gestellt werden. Im Kanton Zug ist dies meist online möglich. Wir übernehmen diesen Service gerne im Rahmen unserer Steuerberatung.
Grundstückgewinnsteuer Zug
Im Kanton Zug unterliegen Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien einer Sondersteuer. Die Höhe der Steuer hängt von der Haltedauer ab; bei langer Haltedauer reduziert sich der Steuersatz deutlich. Die Treuhand Suisse AG unterstützt bei der Berechnung im Rahmen der Steuerberatung.
Handänderungssteuer
Die Handänderungssteuer fällt beim Eigentumswechsel von Grundstücken an. Der Kanton Zug hat diese Steuer per 1. Januar 2002 abgeschafft. In anderen Kantonen kann diese Steuer weiterhin einen erheblichen Kostenfaktor beim Immobilienkauf darstellen.
Internationale Steuerberatung
Dieses Fachgebiet befasst sich mit komplexen steuerlichen Sachverhalten, die mehr als eine Rechtsordnung betreffen. Es geht darum, globale Strukturen so zu gestalten, dass keine Steuerfallen entstehen. Ein Kerngebiet unserer internationalen Steuerberatung.
Kalte Progression
Kalte Progression entsteht, wenn Steuerpflichtige durch inflationsbedingte Lohnerhöhungen in höhere Steuerklassen rutschen, obwohl ihre reale Kaufkraft nicht gestiegen ist. Der Schweizer Gesetzgeber gleicht diesen Effekt bei der direkten Bundessteuer regelmässig aus.
Kapitalsteuer
Die Kapitalsteuer ist eine kantonale Steuer, die juristische Personen auf ihr Eigenkapital entrichten müssen. Viele Kantone, darunter auch Zug, lassen die Gewinnsteuer an die Kapitalsteuer anrechnen – wir optimieren Ihre Belastung in unserer Steuerberatung.
Mehrwertsteuer (MWST)
Die MWST ist eine allgemeine Verbrauchssteuer auf Umsätze von Waren und Dienstleistungen. Unternehmen mit einem weltweiten Umsatz von über 100'000 Franken sind obligatorisch steuerpflichtig. Wir beraten Sie zu allen MWST-Fragen in unserer Steuerberatung.
MWST-Saldosteuersatz
Dies ist eine vereinfachte Abrechnungsmethode für KMU mit einem niedrigen Prozentsatz vom Bruttoumsatz. Ein Vorsteuerabzug ist dabei nicht möglich, was den administrativen Aufwand senkt. Wir prüfen die Eignung dieser Methode in unserer Steuerberatung.
Progression
Steuerprogression bedeutet, dass der Steuersatz mit zunehmendem Einkommen oder Vermögen ansteigt. Personen mit höherem Einkommen zahlen einen höheren Prozentsatz ihres Einkommens. In der Schweiz ist dieser Effekt bei der direkten Bundessteuer sowie in fast allen Kantonen vorhanden.
Quellensteuer-Tarif
Es gibt verschiedene Tarife für den Quellensteuerabzug, die auf die Lebenssituation zugeschnitten sind. Die Wahl des richtigen Tarifs ist entscheidend für den korrekten Lohnabzug. Wir beraten sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer dazu in unserer Steuerberatung.
Repräsentanz (Steuerrecht)
Ausländische Unternehmen ohne Schweizer Betriebsstätte benötigen bei MWST-Pflicht eine steuerliche Repräsentanz. Die Treuhand Suisse AG übernimmt diese Funktion und vertritt Sie gegenüber der Eidgenössischen Steuerverwaltung im Rahmen unserer Steuerberatung.
STAF (Steuervorlage und AHV-Finanzierung)
Die STAF-Reform hat die Schweizer Unternehmensbesteuerung grundlegend modernisiert. Sie schaffte Privilegien ab und führte Instrumente wie die Patentbox oder den F&E-Abzug ein. Wir setzen diese Instrumente für Sie in unserer Steuerberatung um.
Steuerausscheidung
Wenn eine Person oder ein Unternehmen an mehreren Orten wirtschaftlich aktiv ist, muss das Besteuerungsrecht aufgeteilt werden. Die Steuerausscheidung regelt, welcher Anteil an welchem Ort besteuert wird. Dies verhindert Doppelbesteuerungen – ein wichtiger Teil unserer Steuerberatung.
Steuerberatung für Unternehmen
Die Steuerberatung für Unternehmen umfasst die langfristige Planung sowie die Erfüllung aller Deklarationspflichten. Ziel ist es, die Folgen von Geschäftsentscheidungen im Voraus zu analysieren. Eine proaktive Steuerberatung hilft, steuerliche Risiken zu minimieren.
Steuerdomizil
Das Steuerdomizil ist der Ort, an dem eine Person steuerpflichtig ist. Bei Unternehmen ist dies in der Regel der statutarische Sitz. Die Klärung des Domizils ist die Grundvoraussetzung für die Bestimmung der anwendbaren Steuergesetze.
Steuererklärung
Die Steuererklärung ist das Dokument, in dem der Steuerpflichtige seine Einkommens- und Vermögenswerte deklariert. In der Schweiz sind Steuerpflichtige zur wahrheitsgetreuen Angabe verpflichtet. Wir erstellen Ihre private oder geschäftliche Erklärung in unserer Steuerberatung.
Steuerexperte Zug
Ein Steuerexperte mit Fokus auf Zug verfügt über spezifisches Fachwissen zur kantonalen Praxis. Da Zug einer der steuergünstigsten Kantone ist, ist die Beratung hier oft spezialisiert. Die Treuhand Suisse AG bietet dieses Wissen direkt in der Steuerberatung vor Ort an.
Steueroptimierung Schweiz
Unter Steueroptimierung versteht man die legale Nutzung aller gesetzlich vorgesehenen Abzüge zur Senkung der Steuerlast. Dies umfasst Bereiche wie die Säule 3a oder Pensionskasseneinkäufe. Sie ist ein Kernaspekt unserer proaktiven Steuerberatung.
Veranlagung
Die Veranlagung ist der hoheitliche Akt, bei dem die Steuerbehörde die Steuererklärung prüft und die Steuern definitiv festsetzt. Nach Abschluss der Prüfung erhält der Steuerpflichtige eine Veranlagungsverfügung. Wir prüfen diese Verfügungen für Sie in unserer Steuerberatung.
Verrechnungssteuer
Die Verrechnungssteuer ist eine vom Bund erhobene Steuer von 35 % auf Erträge des beweglichen Kapitalvermögens. Sie dient als Sicherungssteuer. Nach korrekter Angabe in der Steuererklärung wird die Steuer vollumfänglich zurückerstattet.
Vorsteuerabzug
Steuerpflichtige Unternehmen können die ihnen in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer von ihrer eigenen Umsatzsteuerschuld abziehen. Dieser Vorsteuerabzug stellt sicher, dass die MWST nur den Endverbraucher belastet. Voraussetzung ist eine ordnungsgemässe Buchführung.
4. Rechtsberatung & Gesellschaftsrecht
AG (Aktiengesellschaft)
Die AG ist eine Kapitalgesellschaft, deren Kapital in Aktien zerlegt ist. Für die Gründung ist ein Mindestkapital von 100'000 Franken erforderlich. Die Aktionäre haften persönlich nicht für die Schulden der Gesellschaft. Wir begleiten Sie bei der Gründung in unserer Rechtsberatung.
Aktionärsbindungsvertrag (ABV)
Ein ABV ist eine privatrechtliche Vereinbarung zwischen Aktionären einer AG. Er regelt Dinge, die nicht in den öffentlichen Statuten stehen sollen, wie Stimmrechtsbindungen oder Vorkaufsrechte. Er ist ein wichtiges Instrument, das wir in unserer Rechtsberatung für Sie ausarbeiten.
Arbeitsrecht Beratung
Die Arbeitsrechtberatung unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung und Auslegung von Arbeitsverträgen. Sie klärt Fragen zu Kündigungsfristen oder Lohnfortzahlungspflichten. Eine fundierte Arbeitsrecht Beratung hilft, teure Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.
Due Diligence (rechtlich)
Die rechtliche Due Diligence ist eine Prüfung eines Unternehmens im Rahmen eines geplanten Kaufs. Dabei werden Verträge und Gerichtsverfahren analysiert, um Risiken aufzudecken. Wir führen diese Prüfungen im Rahmen unserer Rechtsberatung für Sie durch.
Einzelunternehmen
Diese Rechtsform eignet sich für eine einzelne Person, die ein Geschäft in eigenem Namen betreibt. Der Inhaber haftet unbeschränkt mit seinem Privatvermögen. Ab einem Umsatz von 100'000 Franken ist der Handelsregistereintrag obligatorisch.
Firmendomizil
Das Firmendomizil ist der offizielle Sitz eines Unternehmens. Es muss eine Adresse sein, unter der das Unternehmen tatsächlich erreichbar ist. Die Treuhand Suisse AG bietet Domizilgewährungen in Zug für Firmen an, begleitet von unserer Rechtsberatung.
GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
Die GmbH ist eine personenorientierte Kapitalgesellschaft, besonders für KMU geeignet. Das Mindeststammkapital beträgt 20'000 Franken. Gerne beraten wir Sie zu den Vor- und Nachteilen in unserer Rechtsberatung.
Handelsregister (HR)
Das Handelsregister ist ein öffentliches Verzeichnis, das die rechtlichen Verhältnisse von Unternehmen offenlegt. Es enthält Informationen über Sitz, Zweck und Kapital. Der Eintrag ist Voraussetzung für die rechtliche Existenz einer juristischen Person.
Handelsregisterauszug
Ein HR-Auszug ist das Dokument, das den aktuellen Stand der Eintragungen wiedergibt. Er dient im Geschäftsverkehr als Nachweis der Existenz der Firma sowie der Vertretungsbefugnis.
Immobilienrecht Schweiz
Das Immobilienrecht umfasst alle Bestimmungen rund um den Kauf und Verkauf von Grundstücken. In der Schweiz erfordert jeder Grundstückskauf zwingend eine öffentliche Beurkundung. Wir beraten Sie bei Immobilientransaktionen in unserer Rechtsberatung.
Konkurs
Ein Konkursverfahren wird eingeleitet, wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig ist. Das gesamte Vermögen wird beschlagnahmt und durch das Konkursamt verwertet, um Forderungen der Gläubiger zu befriedigen.
Liquidation
Unter Liquidation versteht man die Auflösung eines Unternehmens. Ziel ist es, alle Schulden zu begleichen und den Erlös auszuschütten. Dieser Prozess muss förmlich beschlossen werden – wir begleiten Sie dabei in unserer Rechtsberatung.
Nutzungsrecht
Ein Nutzungsrecht gibt einer Person die Befugnis, eine Sache zu gebrauchen, ohne Eigentümer zu sein. Bekannte Beispiele sind das Wohnrecht oder die Nutzniessung. Solche Rechte werden oft in der Nachlassplanung eingesetzt.
Sacheinlage
Bei einer Firmengründung können statt Bargeld auch Sachwerte als Kapital eingebracht werden. Dies erfordert einen schriftlichen Sacheinlagevertrag und einen Gründungsbericht, den wir im Rahmen unserer Rechtsberatung prüfen.
Statuten
Die Statuten sind die schriftlich festgelegte Verfassung einer Gesellschaft. Sie regeln zwingend vorgeschriebene Inhalte wie den Firmennamen, den Sitz und den Zweck des Unternehmens.
Verwaltungsrat (VR)
Der Verwaltungsrat ist das oberste Leitungs- und Überwachungsorgan einer Aktiengesellschaft. Er trägt die Verantwortung für die Strategie des Unternehmens. Seine Aufgaben sind im Obligenheitenrecht (Art. 716a OR) geregelt.
Vertragsrecht Schweiz
Das schweizerische Vertragsrecht regelt die Entstehung und Erfüllung von Verträgen. Es gilt der Grundsatz der Vertragsfreiheit. Eine professionelle Vertragsgestaltung durch unsere Rechtsberatung stellt sicher, dass Ihre Interessen rechtssicher gewahrt sind.
5. Verwaltung & Family Office
Administrative Verwaltung
Die administrative Verwaltung umfasst die operative Abwicklung geschäftlicher Vorgänge wie Korrespondenz und Terminplanung. Ziel ist es, die Geschäftsleitung von Routineaufgaben zu entlasten und einen reibungslosen Betriebsablauf sicherzustellen.
Archivierungspflicht
In der Schweiz besteht für Geschäftsunterlagen eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren. Diese Dokumente müssen jederzeit lesbar gemacht werden können. Wir unterstützen Sie bei der gesetzeskonformen Archivierung Ihrer Buchhaltungsunterlagen.
Compliance
Compliance bezeichnet die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften und internen Richtlinien. Im Finanzsektor umfasst dies insbesondere Vorschriften zur Bekämpfung von Korruption. Dies ist ein wichtiger Bestandteil unserer Rechtsberatung.
Domizilgewährung
Bei der Domizilgewährung stellt ein Treuhänder einem Unternehmen eine rechtlich gültige Adresse zur Verfügung. Dies ist besonders für Firmen nützlich, die keine eigenen Büros benötigen. Wir bieten diesen Service am Standort Zug an.
Family Office
Ein Family Office ist eine spezialisierte Organisation, die sich um die Verwaltung grosser Familienvermögen kümmert. Es plant die Nachfolge und überwacht Anlagestrategien. Dies ist ein Kernelement unserer umfassenden Vermögensverwaltung.
Geldwäschereigesetz (GwG)
Das GwG verpflichtet Finanzintermediäre zu Massnahmen zur Verhinderung von Geldwäscherei. Dies umfasst die Identifizierung der Vertragspartner sowie die Abklärung der wirtschaftlichen Berechtigung an den Vermögenswerten.
KYC-Prüfung (Know Your Customer)
KYC ist ein Prozess, bei dem ein Dienstleister die Identität seiner Kunden sowie deren wirtschaftlichen Hintergrund detailliert prüft. Dies dient der Sicherheit im Geschäftsverkehr. Ohne eine KYC-Dokumentation darf ein Treuhänder kein Mandat annehmen.
Mandatsvertrag
Der Mandatsvertrag regelt die Rechtsbeziehung zwischen dem Kunden und dem Treuhänder. Er definiert Haftungsfragen und Honorarsätze. Ein klar formulierter Vertrag ist die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Sorgfaltspflichten
Treuhandexperten unterliegen strengen Sorgfaltspflichten, die sie dazu verpflichten, die Interessen ihrer Mandanten loyal zu wahren. Sie müssen Informationen vertraulich behandeln. Dies garantieren wir in all unseren Dienstleistungsbereichen.
Vermögensverwaltung Zug
Die Vermögensverwaltung umfasst die professionelle Betreuung von Kapitalanlagen basierend auf einem Risikoprofil. In Zug sind viele Vermögensverwalter aufgrund attraktiver Bedingungen tätig. Erfahren Sie mehr über unsere massgeschneiderte Vermögensverwaltung.
6. Controlling & Unternehmensführung
Abweichungsanalyse
Die Abweichungsanalyse vergleicht Ist-Daten mit ursprünglichen Planwerten. Sie dient dazu, die Ursachen für Differenzen zu identifizieren und Gegenmassnahmen einzuleiten. Sie ist ein zentrales Werkzeug für die Steuerung im Controlling.
Break-Even-Point
Der Break-Even-Point ist der Punkt, an dem der Umsatz eines Unternehmens exakt seine Gesamtkosten deckt. Ab diesem Punkt beginnt das Unternehmen, Gewinn zu erwirtschaften. Wir berechnen diesen Wert für Sie im Rahmen unserer Controlling Beratung.
Budgetierung
Budgetierung ist der Prozess der Planung zukünftiger Einnahmen und Ausgaben. Ein Budget dient als verbindlicher Handlungsrahmen. Es hilft dabei, Ressourcen effizient zuzuweisen. Gerne unterstützen wir Sie bei diesem Prozess in unserer Controlling Beratung.
Businessplan
Ein Businessplan ist ein Dokument, das die Geschäftsidee, die Marktstrategie und die Finanzplanung detailliert beschreibt. Er wird häufig benötigt, um Investoren von der Tragfähigkeit eines Projekts zu überzeugen.
Controlling Beratung Zug
Die Controlling-Beratung unterstützt KMU beim Aufbau von Systemen zur Unternehmenssteuerung. Sie hilft dem Management, fundierte Entscheidungen auf Basis von Echtzeitdaten zu treffen. Erfahren Sie mehr über unsere Controlling Beratung.
Deckungsbeitrag
Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Nettoerlös übrig bleibt. Er zeigt auf, wie profitabel ein einzelnes Produkt ist – ein wichtiger Faktor in unserer Controlling-Analyse.
EBIT (Earnings Before Interest and Taxes)
EBIT bezeichnet das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern und ist eine Kennzahl für die operative Ertragskraft. Da Finanzierungskosten ausgeklammert werden, ermöglicht es einen objektiven Vergleich. Wir analysieren diese Kennzahl in unserem Controlling.
EBITDA
EBITDA steht für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen. Diese Kennzahl gibt Auskunft über den Cashflow aus der operativen Tätigkeit. Sie wird oft verwendet, um die Schuldentilgungskapazität zu bewerten.
Finanzplan erstellen
Einen Finanzplan zu erstellen bedeutet, die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens in Zahlen abzubilden. Er umfasst eine Plan-Erfolgsrechnung und eine Liquiditätsplanung. Ein solider Finanzplan ist die Voraussetzung für jede Expansion.
KPI (Key Performance Indicators)
KPIs sind Schlüsselkennzahlen, die den Erfolg von kritischen Prozessen im Unternehmen messbar machen. Durch die Überwachung dieser Kennzahlen im Controlling kann das Management Fehlentwicklungen sofort erkennen.
Kostenstelle
Eine Kostenstelle ist ein organisatorischer Bereich, dem anfallende Kosten direkt zugerechnet werden. Sie ermöglicht es festzustellen, welche Abteilungen welche Ressourcen verbrauchen. Dies ist die Basis unserer Kostenstellenrechnung.
Kostenträger
Ein Kostenträger ist das Endprodukt, für dessen Erbringung Kosten angefallen sind. Ziel der Kostenträgerrechnung ist es zu ermitteln, welche Kosten ein einzelnes Produkt verursacht hat, um marktgerechte Preise festlegen zu können.
Liquiditätsplan
Der Liquiditätsplan stellt alle erwarteten Ein- und Auszahlungen innerhalb eines Zeitraums gegenüber. Er dient der Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit. In Krisenzeiten ist die Überwachung des Liquiditätsplans überlebenswichtig.
Management Reporting
Das Management Reporting ist das Berichtswesen für Entscheidungsträger. Es bereitet komplexe Daten aus Buchhaltung und Controlling grafisch so auf, dass der Handlungsbedarf ersichtlich wird. Wir erstellen individuelle Reports in unserer Controlling Beratung.
Rentabilität
Rentabilität drückt das Verhältnis zwischen dem erzielten Erfolg und dem dafür eingesetzten Kapital aus. Eine hohe Rentabilität zeigt an, dass das Unternehmen sein Kapital effizient einsetzt.
Soll-Ist-Vergleich
Der Soll-Ist-Vergleich stellt die geplanten Zielgrössen den tatsächlich erreichten Ergebnissen gegenüber. Er ist das fundamentale Instrument des operativen Controllings, um die Erreichung der Ziele zu überwachen.
Unternehmenssteuerung
Die Unternehmenssteuerung umfasst alle Massnahmen der Geschäftsführung zur gezielten Beeinflussung der Entwicklung. Sie basiert auf den Informationen aus dem Controlling und der Strategieplanung.
7. Erbrecht & Nachfolgeplanung
Vorsorgeauftrag
Mit einem Vorsorgeauftrag legt eine Person fest, wer im Falle ihrer Urteilsunfähigkeit die Vertretung übernehmen soll. Dieses Instrument ist besonders für Unternehmer wichtig. Wir beraten Sie hierzu umfassend in unserer Rechtsberatung.
Willensvollstreckung
Ein Willensvollstrecker wird vom Erblasser beauftragt, den letzten Willen umzusetzen und den Nachlass zu verwalten. Treuhänder übernehmen diese Funktion oft, um eine neutrale Teilung des Erbes sicherzustellen.
Pflichtteil
Der Pflichtteil ist derjenige Teil des Erbes, den bestimmte gesetzliche Erben nicht entzogen bekommen dürfen. Eine professionelle Nachfolgeplanung berechnet diese Quoten präzise im Rahmen unserer Rechtsberatung.
Erbvertrag
Im Gegensatz zum einseitigen Testament ist der Erbvertrag eine Vereinbarung zwischen dem Erblasser und Erben. Er bietet eine hohe Planungssicherheit für komplexe Verhältnisse – wir beraten Sie in unserer Rechtsberatung dazu.
Schenkungssteuer
Schenkungen unter Lebenden unterliegen in vielen Kantonen der Schenkungssteuer. Im Kanton Zug sind Schenkungen an direkte Nachkommen steuerbefreit. Wir prüfen die steuerlichen Folgen Ihrer Schenkung in unserer Steuerberatung.
8. Firmengründung & Umstrukturierung
Fusionsgesetz (FusG)
Das Fusionsgesetz regelt die rechtlichen Rahmenbedingungen für Fusionen, Spaltungen und Umwandlungen. Es stellt sicher, dass Gläubigerinteressen gewahrt bleiben. Wir begleiten diese Prozesse rechtssicher in unserer Rechtsberatung.
Mantelkauf
Unter einem Mantelkauf versteht man den Erwerb einer wirtschaftlich inaktiven Gesellschaft. Da dies steuerrechtlich oft als Neugründung gewertet wird, ist hier Vorsicht geboten. Wir prüfen die Risiken in unserer Steuerberatung.
Umwandlung
Eine Umwandlung ist der Wechsel der Rechtsform eines Unternehmens ohne Liquidation des bisherigen Betriebs. Steuerneutralität ist hierbei oft nur möglich, wenn Sperrfristen beachtet werden. Gerne unterstützen wir Sie dabei in unserer Rechtsberatung.
Sitzverlegung
Die Sitzverlegung bezeichnet die Änderung des statutarischen Sitzes einer Gesellschaft. Besonders bei einem Zuzug in den Kanton Zug müssen die Konsequenzen im Rahmen einer Steuerberatung geprüft werden.
Auffanggesellschaft
Eine Auffanggesellschaft wird oft im Rahmen einer Sanierung gegründet, um überlebensfähige Teile eines insolventen Unternehmens zu übernehmen. Dies erfordert eine saubere rechtliche Due Diligence durch unsere Rechtsberatung.
9. Revision & Wirtschaftsprüfung
Ordentliche Revision
Grössere Unternehmen sind zur ordentlichen Revision verpflichtet. Hierbei prüft ein Revisionsdienstleister die Existenz eines Internen Kontrollsystems. Wir führen diese Prüfungen als Teil unserer Wirtschaftsprüfung durch.
Eingeschränkte Revision
Für KMU mit weniger als 250 Vollzeitstellen ist eine eingeschränkte Revision ausreichend. Sie erhöht die Verlässlichkeit der Jahresrechnung gegenüber Dritten im Rahmen unserer Wirtschaftsprüfung.
Opting-out
Unternehmen mit weniger als 10 Vollzeitstellen können auf eine Revision verzichten. Es sollte jedoch abgewogen werden, da Banken oft trotzdem eine geprüfte Jahresrechnung verlangen.
Revisionsexperte
Ein zugelassener Revisionsexperte ist eine Fachperson mit spezifischer Registrierung bei der RAB. Nur solche Experten dürfen komplexe Prüfungen wie ordentliche Revisionen durchführen. Wir stellen Ihnen dieses Fachwissen in der Wirtschaftsprüfung bereit.
Internes Kontrollsystem (IKS)
Das IKS umfasst alle Massnahmen, um einen ordnungsgemässen Ablauf des Geschäftsbetriebs sicherzustellen. Für Unternehmen unter der ordentlichen Revision ist es gesetzlich vorgeschrieben. Wir unterstützen Sie bei der Implementierung in unserer Wirtschaftsprüfung.
10. Spezielle Finanzbegriffe & Kennzahlen
Agio
Das Agio ist der Aufpreis bei einer Kapitalerhöhung über den Nennwert hinaus. Dieser Betrag fliesst in die gesetzlichen Kapitalreserven und stärkt das Eigenkapital. Wir beraten Sie zu Kapitalthemen in unserer Finanzberatung.
Nennwert (Nominalwert)
Der Nennwert ist der auf der Aktie aufgedruckte Wertanteil am Grundkapital. Die Summe aller Nennwerte ergibt das eingetragene Aktienkapital im Handelsregister.
Verlustvortrag
Ein Verlustvortrag entsteht, wenn ein Unternehmen einen Verlust in die neue Periode überträgt. Verluste können bis zu sieben Jahre lang mit Gewinnen verrechnet werden, um die Steuerlast in der Steuererklärung zu senken.
Wertsicherungsklausel
In langfristigen Verträgen stellt eine Wertsicherungsklausel sicher, dass sich Zahlungen an die Teuerung anpassen. Wir prüfen diese Klauseln für Sie in unserer Vertragsberatung.
Zession
Die Zession bezeichnet die Abtretung einer Forderung an einen neuen Gläubiger. In der Buchhaltung muss eine solche Abtretung vermerkt werden, was wir für Sie in unserer Buchhaltung sicherstellen.
11. Internationales & Digitales Treuhandwesen
BEPS (Base Erosion and Profit Shifting)
BEPS ist ein Projekt der OECD gegen die Gewinnverkürzung durch multinational tätige Unternehmen. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Dokumentationspflichten, die wir in unserer Steuerberatung betreuen.
Blockchain & Krypto-Buchhaltung
Die Verbuchung von Kryptowährungen wie Bitcoin erfordert spezifische Kenntnisse über die steuerliche Behandlung. In Zug bieten wir hierfür spezialisierte Lösungen in unserer Krypto-Buchhaltung an.
E-Rechnung (QR-Rechnung)
Die QR-Rechnung hat die Einzahlungsscheine in der Schweiz vollständig abgelöst und ermöglicht eine automatisierte Verarbeitung. Wir unterstützen Sie bei der Umstellung Ihrer Kreditorenbuchhaltung.
Verrechnungspreise (Transfer Pricing)
Bei konzerninternen Transaktionen müssen Preise nach dem Drittvergleich festgesetzt werden. Eine lückenlose Dokumentation ist für international tätige Unternehmen heute zwingend erforderlich – ein Schwerpunkt unserer Steuerberatung.
Wegzugsbesteuerung
Zieht ein Unternehmen seinen Sitz aus der Schweiz ab, werden stille Reserven besteuert. Eine frühzeitige Beratung durch unsere Steuerexperten in Zug kann hier unangenehme Überraschungen vermeiden.